Bei schmerzhaften Fußfehlstellungen können die richtigen Schuhe viel bewirken

Ausreichend Freiraum für die Füße

(djd) Unter Fußfehlstellungen leiden viele Bundesbürger. Allein über zehn Millionen Deutsche - vor allem Frauen - sind von einer Schiefstellung des großen Zehs betroffen, also einem Hallux valgus. Aber auch sogenannte Hammer- und Krallenzehen machen den Menschen zu schaffen: Es brennt, reibt und drückt beim Laufen. Das jahrelange Tragen zu hoher und zu enger geschlossener Schuhe ist neben genetischer Veranlagung und einem schwachen Bindegewebe eine der Hauptursachen für diese Fußprobleme.

Schmerzen und Druckstellen vermeiden

Wer unter einer Zehenfehlstellung leidet, hat häufig Probleme, gut passende und bequeme Schuhe zu finden. Je nach Krankheitsbild benötigen die Zehen mehr Platz in der Höhe oder an der Seite. "In vielen Schuhen drücken die Zehen an dem Schuhschaft und es bilden sich Hühneraugen, Schwielen oder sogar Entzündungen. Ein normaler Bewegungsablauf ist dann kaum mehr möglich", erklärt Martin Hübner, Geschäftsführer von Florett. Ratsam seien flache Schuhe, die den Füßen einen guten Halt böten, aber den Zehen dennoch genügend Freiraum ließen. Eine Schmerzbildung verhindern können beispielsweise Schuhe mit Stretcheinsätzen im Schaft. "Da diese Schuhe besonders dehnfähig sind, passen sie sich perfekt an die jeweilige Fußform an. So wird kaum Druck auf den Fuß ausgeübt", weiß Hübner.

Auch beim An- und Abschwellen der Füße im Tagesverlauf passt sich Stretchmaterial an. Darüber hinaus empfehlen sich bei Fußdeformationen und schmerzempfindlichen Füßen Schuhe aus weichem Obermaterial mit Klettverschlüssen oder Gummizügen. Zahlreiche Modelle in verschiedenen Weiten - von sportlichen Sneakers bis luftigen Sandalen und Pantoletten - findet man beispielsweise im Onlineshop unter www.florettshoes.de . Viele Schuhe haben im Übrigen ein Wechselfußbett, das gegen eine maßgefertigte orthopädische Einlage ausgetauscht werden kann.

Fußmuskulatur aufbauen

Sinnvoll bei Fehlstellungen wie dem Hallux valgus sind zudem Übungen, die die Fußmuskulatur aufbauen. Am besten nimmt man sich abends oder morgens ein paar Minuten Zeit für die Zehengymnastik. Zwar lässt sich der Prozess der Fehlstellung nicht zurückdrehen, aber je besser die Fußmuskulatur ausgebaut ist, umso besser kann der Ist-Zustand erhalten werden. Auch regelmäßiges Barfußlaufen auf weichen Böden wird von Orthopäden bei einem Hallux valgus empfohlen. Im Fall von großen Schmerzen ist eine Operation jedoch fast unumgänglich.

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